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Business Night nach der PechaKucha-Methode

Drei auf einen Streich

Das hat es in der Geschichte unserer Business Night tatsächlich noch nie gegeben: Gleich drei Rednerinnen und Redner teilten sich am Ende den Platz auf dem Siegertreppchen und zogen mit komplett identischer Anzahl an Besucherstimmen in die Hall of Fame der Business Night ein. Aber fangen wir von vorne an …

Wie immer stimmte sich das – trotz des wundervollen Wetters – zahlreich erschienene Publikum im Restaurantbereich auf den Abend ein, während im „Vortrags-Keller“ noch die allerletzten Vorbereitungen getroffen wurden. Und schon ging es los: Volker Römermann begrüßte alle Gäste, holte die Rednerinnen und Redner des Abends kurz auf die Bühne und stimmte alle Teilnehmer thematisch und organisatorisch auf den gemeinsamen Abend ein.

Begrüßung, Pecha Kucha Extended von Vaya Wieser-Weber

Als erste Rednerin betrat Vaya Wieser-Weber, Expertin für Führungskräfteentwicklung, die Bühne. Sie war extra für diesen Abend aus ihrer Heimat – dem Wintersportort Kitzbühel – angereist, um darüber zu referieren, welchen Einfluss die Chef-Laune auf Teamleistung und emotionale Mitarbeiterbindung hat. Die professionelle Speakerin, die mit einer PechaKucha Extended mit doppelter Redezeit angetreten war, gab auf humorvolle und unkonventionelle Weise Tricks und Kniffe weiter und bezog das Publikum direkt mit ein. „Machen Sie bei der Arbeit genug Pausen? Nutzen Sie die Kraft kleiner Veränderungen?“ Bei diesem Vortrag konnten sowohl „Chefs“ als auch Mitarbeiter viel mitnehmen.

Daniel Pflieger stellt das Publikum vor die Wahl

Danach enterte – im wahrsten Sinne des Wortes – Daniel Pflieger von Geheimpunkt die Bühne. Hannovers bekannter Geocacher war mit einem Vortrag unter dem Titel „Marktchancen erkennen und ergreifen“ angekündigt worden und stellte das Publikum direkt vor eine Grundsatzentscheidung. „Ich habe zwei Vorträge mitgebracht, zwischen denen ihr euch entscheiden müsstet. Wollt ihr den seriösen oder eher den etwas grenzwertigen Vortrag hören“. Selbstverständlich siegte ganz klar die Neugier. Der Name seiner Firma Geheimpunkt würde ja häufig zu G-Punkt verkürzt, sodass er sich entschlossen hätte, das mal konsequent zu Ende zu denken, also quasi die Marktchance, die sich bot, zu erkennen und zu ergreifen. Sie ahnen es: Die Ideen wurden wilder und wilder und das Publikum gelangte von einem Lachanfall zum nächsten. 

Daria Reich und Renê Noçon

Nach diesem Vortrag war das Publikum definitiv bereit für ein musikalisches Intermezzo. Die Sängerin Daria Reich, die schon im Alter von 8 Jahren auf großen Bühnen stand und für ihre „Riesen-Stimme“ bekannt ist, hatte sich spontan Verstärkung für den Auftritt hinzugeholt. So trat sie gemeinsam mit ihrem alten Bekannten Rêne Noçon auf die Bühne, der es seinerzeit mit seiner rockigen Stimme schon als Teil des „Team Samu“ ins Halbfinale von „The Voice of Germany“ brachte. Die beiden hatten diverse Hits im Gepäck und spielten – nur begleitet von Rêne an der Akustikgitarre – groß auf. Beginnend mit Kylie Minogue über Oasis bis zu Klassikern wie „Hallelujah“ von Leonhard Cohen brachten die beiden Ausnahmestimmen das Publikum vom ersten Song an zum Mitsingen.

Daniela Stack von der Deutsche Messe AG

Danach war Daniela Stack, Marketing-Chefin der CEBIT, an der Reihe mit einer PechaKucha Q&A. Sie begann mit allerlei Wissenswertem zur umfassenden Neuausrichtung der CEBIT als Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung: Neuer Termin im Juni, neue Formate, großes Festival-Gelände, Digital Friday, größere Öffnung zum Veranstaltungsort Hannover uvm. Danach ging sie auf die großen Herausforderungen einer solchen Veränderung einer 30 Jahre alten Messemarke ein. Beginnend mit der Positionierung im Vergleich zu anderen Digital-Events bis zur Aufgabe, die Anziehungskraft eines etablierten Graswurzelevents zu erreichen, ohne diese in der DNA zu tragen. Natürlich ging es bei der anschließenden 5-minütigen Fragerunde dann auch darum, ob es für den Neustart der CEBIT nicht schon fast etwas spät wäre. Dies verneinte Stack jedoch: Ihr Eindruck sei, dass es jetzt genau der richtige Zeitpunkt wäre und, dass die Vorbereitungen ja auch schon seit zwei Jahren liefen. Schließlich ginge es doch darum, gemeinsam mit den Ausstellern und den Besuchern diese Transformation zu einem Erfolg zu machen.

Jasmin Grigutsch

Moderator Volker Römermann holte nun die nächste Rednerin auf die Bühne: Positionierungsexpertin Jasmin Grigutsch von Kundenkarma. Sie lud das Publikum auf eine Reise in die Welt der Magie ein und veranschaulichte am Beispiel des fiktiven Fotografen und Hobby-Archäologen Bernd die erfolgreiche Suche nach den richtigen Kunden. Dieser hätte bei einer Ausgrabung eine Wunderlampe entdeckt und nun bei dem Geist der Lampe tatsächlich drei Wünsche frei. Mit diesen drei Wünschen im Gepäck fand er nach einigen Irrungen und Wirrungen zu seinen Wunschkunden. Wenn man sich nämlich, wie Bernd, auf seine Leidenschaft konzentriere und auf die Bedürfnisse seiner Kunden fokussiere, werde man bei seiner Zielgruppe schnell die Nr. 1.
Pause mit Buffet im Face Restaurant & Club

Nun war die Zeit reif für die kulinarische Pause mit entspanntem Netzwerken. Nach den spannenden Beiträgen gab es nicht nur viel Redebedarf, sondern auch genügend Anknüpfungspunkte, um mit den anderen Gästen ins Gespräch zu kommen. Wie immer hatte das Team des Face Restaurant in der Zwischenzeit das Buffet in den beiden oberen Bereichen vorbereitet und kümmerte sich mit viel Einsatz um die Business Night-Besucher, die das schöne Wetter auch nutzten, um draußen zu sitzen.

Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen

Danach ging es direkt mit einer PechaKucha Events von Tobias Wolff, dem Geschäftsführenden Intendanten der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, weiter. Dieser führte die Gäste zunächst mit ein paar angestimmten Händel-Klassikern, wie das „andere Hallelujah“ (in Anspielung an den Musikbeitrag von Daria und Rêne) und die Hymne der UEFA Champions League an den Komponisten heran. So wusste er auch zu berichten, dass Händel, bevor er nach London ging, von 1710 bis 1712 Hofkapellmeister in Hannover war. Die Internationalen Händel-Festspiele wurden 1920 durch die Leidenschaft der Göttinger Bürgerinnen und Bürger für Händels Werke ins Leben gerufen und sind mittlerweile zu einem der ältesten Festivals für Barockmusik weltweit geworden. Dieser Tage vom 10.-21. Mai finden sie nun unter dem Titel „Konflikte“ wieder mit einem sehr breiten Programm statt.

Tabea Rienas entfacht ein Feuer

Die letzte offizielle Pecha Kucha kam dann von Tabea Rienas von L!CHTAUF go.learn.grow!, die – auf eine zugleich leise wie auch eindringliche Weise – mit ihrem Vortrag ein Feuer beim Publikum entfachte. Nicht nur bildlich gesprochen: Sie betrat die Bühne und zündete zunächst mal eine Kerze auf dem Stehtisch mit dem Redner-Laptop an und begann dann über das Thema Glück zu sprechen. Auch sie wäre lange in die Wenn-Dann-Falle getappt, bis sie gemerkt hätte, dass so das Glück für sie nicht zu finden sei. So kündigte sie ihren Job und begab sich – ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ – auf eine Weltreise und konnte dabei die Wünsche auf ihrem Lebens-Wunschzettel in Erfüllung gehen lassen. Zurück in Hannover war aus Ihrer Suche ganz nebenbei ein „funkensprühendes Inspirations- und Coaching Business“ rund um Persönlichkeitsentfaltung entstanden.

Stimmvergabe und Pecha Kucha Karaoke

Damit standen die Business Night-Besucher vor der schwierigen Entscheidung aus den sechs hochkarätigen Rednern ihren Favoriten oder ihre Favoritin für die Hall of Fame der Business Night zu benennen. Nachdem die Stimmzettel eingesammelt waren, konnte nun die Auslosung für die – laut Volker Römermann – „einfachste Aufgabe des Abends“ erfolgen: Die PechaKucha Karaoke, bei der ein Freiwilliger aus dem Publikum 6:40 Minuten unvorbereitet über ein Thema referiert. Veranstalterin Lyudmyla Römermann kam mit einigen verschlossenen Umschlägen mit den Namen der potenziellen Karaoke-Redner auf die Bühne und ließ eine Losfee aus dem Publikum auswählen und verkünden: Ausgelost wurde Conny Kolberg vom Zahnärztezentrum Hannover. Und ihr Thema wurde die „Geschichte der Musik“, durch die sie sich nun gekonnt von den Ägyptern bis in die Neuzeit hangelte. Auch wenn ihr Einzelnes, wie z.B. der Zebrastreifen der Abbey Road vom Plattencover der Beatles, nicht geläufig zu sein schien, führte sie gekonnt durch die Präsentation und erhielt danach den verdienten ausgiebigen Applaus.

Stimmvergabe und Pecha Kucha Karaoke

Nun betraten Daria Reich und Rêne Noçon nochmal die Bühne für einen weiteren musikalischen Beitrag. Und sie hatten sich noch einige Hits für die zweite Runde aufgehoben. So lief diese wie die erste: Die beiden intonierten den jeweils nächsten Song und gaben dann immer wieder an das – immer singstärker werdende – Publikum ab. Zum Schluß gaben sie „Tage wie diese“ von den Toten Hosen zum Besten, das perfekt in die Atmosphäre des Abends und wohl auch gut zur Vorfreude vieler auf die kommende Fußball-WM passte.

Als wäre das nicht mehr zu toppen, betrat Moderator Volker Römermann mit dem verdeckten „Sieger-Bilderrahmen“ die Bühne. Das Erstaunen war jedoch groß, als er diesen umdrehte. Denn darin befand sich keine Urkunde. „Wie man sieht, ist etwas passiert, auf das wir nicht vorbereitet sind. Es gibt diesmal drei Gewinner!!!“ Und in der Tat war es wirklich nicht zu erwarten, dass bei einer Abstimmung von rund 100 Teilnehmern drei Redner genau die gleich Stimmenzahl erhalten haben. Auch ein weiteres Indiz dafür, dass es ein packender Wettstreit um den Einzug in die Hall of Fame der Business Night war. Erstmals in der 8-jährigen Geschichte der Business Night nach der Pecha Kucha-Methode gab es drei Gewinner: Vaya Wieser-Weber, die leider vor der Siegerehrung zu ihrem Flieger Richtung Kitzbühel eilen musste, Tabea Rienas, die offensichtlich mit ihrem Vortrag ein Feuer beim Publikum entfacht hatte und Daniel Pflieger, der mit seinem „grenzwertigen“ Vortrag genau 5 Jahre und 1 Tag nach seinem ersten Sieg bei der Business Night erneut gewinnen konnte. 

Die Gewinner

Herzlichen Glückwunsch allen dreien und auch vielen Dank an die weiteren Rednerinnen und Redner des Abends, die ebenfalls sehr unterhaltsame Vorträge beigesteuert und mit Daria und Rêne dazu beigetragen haben, dass es ein wirklich runder Abend wurde. Viele Gäste ließen die Business Night dann noch mit der ausstehenden Nachspeise entspannt an der Bar ausklingen. Weiter geht es mit der nächsten Business Night am 3. September 2018.

Weitere Fotos vom Abend finden sich unter www.business-night.com/fotos/.
 

Autor
  • Kolja Schwab
    Kolja Schwab ist als Kommunikationsleiter Teil des Social Media-Teams der Römermann Rechtsanwälte AG. Neben der klassischen Kommunikationsarbeit kümmert er sich so darum, dass die Rechtsthemen, die uns hier gerade bewegen und die zahlreichen Aktivitäten in und um die Kanzlei ihren Weg ins Social Web finden.
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