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Kooperation mit den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen

Kleine Rechtsberatung für Georg Friedrich Händels ‚Arminio‘

In der letzten Woche durften wir Gastgeber einer Kanzleiveranstaltung der ganz besonderen Art sein. Im Rahmen unserer Kooperation mit den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen fand mit der juristisch-musikalischen Veranstaltung „Kleine Rechtsberatung für Georg Friedrich Händels ‚Arminio‘“ ein ganz außergewöhnliches kulturelles Event in unseren Räumlichkeiten in der Ständehausstraße statt.
Ankommen in der Kanzlei-Lounge


Nach einem entspannten Ankommen in der Kanzlei-Lounge begrüßte Prof. Dr. Volker Römermann die zahlreichen Gäste in unserem Veranstaltungsraum, dem „180grad“ und gab für ein weiteres Grußwort an Klaus Dieter Scholz, den Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover weiter. Dieser dankte für das kulturelle Engagement und würdigte unter anderem das Thema des heutigen Abends: Die Oper ‚Arminio‘ von Georg Friedrich Händel. Aber auch die Geschichte der 1920 ins Leben gerufenen Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, die damit zu den ältesten Festivals für Barockmusik weltweit zählen, ist faszinierend. Schließlich waren es Bürgerinnen und Bürger, die aus Leidenschaft für Händels Werke seine Opern wieder auf die Bühne brachten.

Ankommen in der Kanzlei-Lounge

Nach begrüßenden Worten und einem Dank für die Einladung nach Hannover nahm Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen direkt die Rolle des Moderators des Hauptprogrammpunkts ein. Dieser stand als „Künstlerische Darbietungen des Arminio-Ensembles sowie juristische Einordnung durch Prof. Römermann“ im Programm. Die Spannung darauf, was sich hinter dieser Ankündigung konkret verbergen könnte, war allen Teilnehmern deutlich anzumerken. De facto ließ nur ein im linken Bühnenbereich platziertes Cembalo erahnen, dass besondere musikalische Darbietungen noch folgen sollten.

Zunächst ließ es sich aber Prof. Römermann, bekennender Händel-Fan und regelmäßiger Festspiele-Besucher nicht nehmen, das Publikum in die Geschichte der Arminio-Oper einzuführen. Der erste Hinweis ging sogleich auf eine grafische Darstellung des zugegebenermaßen etwas undurchsichtigen Beziehungsgeflechts der zentralen Protagonisten des Opernstoffs.

Ankommen in der Kanzlei-Lounge

Für den ersten musikalischen Part nahm nun Laurence Cummings, der Künstlerische Leiter der Händel-Festspiele am Cembalo Platz. Dieser ist nicht nur sogleich Leiter des London Handel Festival und widmet sein musikalische Schaffen fast ausschließlich den Werken Georg Friedrich Händels, sondern ist auch ein virtuoser Cembalist. Zu ihm gesellte sich Christopher Lowrey, Countertenor und Darsteller des Arminio in der gleichnamigen Oper. Gleich die erste Darbietung machte deutlich, welche Besonderheit den Abend ausmachen sollte: Die Gelegenheit an einer Operndarbietung der besonderen Art teilzuhaben, bzw. ohne trennenden Orchestergraben – minimal instrumentiert durch die Cembalo-Begleitung – ganz besonderen Opernstimmen zuhören zu können. Nicht ohne Grund ging Intendant Wolff danach im Gespräch mit Lowrey auf die Besonderheiten seiner Countertenor-Stimme ein, mit der er durch eine bestimmte Technik in der Alt- oder sogar Sopranlage singt. Der Sänger hat sich mittlerweile zu einem „alten Hasen“ bei den Göttinger Festspielen gemausert und hat nun erstmals eine Hauptrolle übernommen. Im Gespräch berichtete er über die entspannte und konstruktive Probeatmosphäre bei den Göttinger Festspielen.

Ankommen in der Kanzlei-Lounge

Volker Römermann führte danach weiter durch die Arminio-Geschichte, wobei nun immer häufiger die juristische Perspektive eingenommen wurde: Segeste sagt, dass Augustus ihm einen angemessenen Lohn reichen will. Könnte es sich hierbei um Vorteilsgewährung handeln? Ramise zieht einen Dolch und setzt zu einem Hieb auf Segeste an. Haben wir es mit einem Mordversuch tun? Oder wäre es eher Totschlag? Tusnelda droht mit Selbsttötung, wenn Arminia nicht freigelassen wird. Könnte dies Nötigung sein?

Ankommen in der Kanzlei-Lounge

Beeindruckend war die folgende Darbietung der Sängerin Helena Rasker aus dem Arminio-Ensemble, wieder begleitet von Laurence Cummings am Cembalo. Die Mezzosopranistin übernimmt bei der diesjährigen Aufführung die Rolle der Remise. Intendant Tobias Wolff schloß direkt an mit einem Bericht von der ersten persönlichen Begegnung mit der Ausnahmekünstlerin beim Vorsingen. Diese Termine seien immer vollgepackt und es sei schwierig den Überblick zu behalten. Aber bei Helena Rasker mit ihrer besonderen Präsenz, Ausstrahlung und Virtuosität sei direkt klar gewesen, dass sie dabei sein sollte. Die sympathische Niederländerin ergänzte dann noch, wie wohl sie sich in dem Team der Festspiele fühle und berichtete über ihre Lieblings-Gesangssprachen. Auch wenn es sicher anders vermutet würde, sei für sie die englische Sprache eigentlich am schwierigsten zu singen, ansonsten genieße sie eigentlich die sprachliche Abwechslung.

Ankommen in der Kanzlei-Lounge

Der Parforceritt durch die Arminio-Oper im fliegenden Wechsel aus musikalischen und juristischen Beiträgen ging nun weiter. Und das Publikum, mittlerweile offensichtlich im Veranstaltungsformat angekommen, genoss die abwechslungsreichen Beiträge. Die Künstler kamen so nach Abschluss nicht umhin eine Zugabe zum Besten zu geben, die vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert wurde. Das mitreißende Duett markierte den hochemotionalen Abschluss dieses Gastspiels der besonderen Art.

Im Nachgang gab es natürlich noch ausgiebig Gelegenheit zum Dialog mit den Künstlern und Austausch über den Abend. Eins war schnell klar: Viele der Gäste hatten nach dieser Performance direkt den Plan gefasst, den Weg nach Göttingen zu den Händel-Festspielen anzutreten, die dieses Jahr vom 10.-21. Mai stattfinden werden. 

Fotos: Mark Mühlhaus/attenzione

Autor
  • Kolja Schwab
    Kolja Schwab ist als Kommunikationsleiter Teil des Social Media-Teams der Römermann Rechtsanwälte AG. Neben der klassischen Kommunikationsarbeit kümmert er sich so darum, dass die Rechtsthemen, die uns hier gerade bewegen und die zahlreichen Aktivitäten in und um die Kanzlei ihren Weg ins Social Web finden.
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