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Business-Night nach der PechaKucha-Methode

Mut zur Erneuerung und ganz viel Kreativität

Die Jahresendausgabe der Business Night nach der PechaKucha-Methode fand letzte Woche wieder im Face an der Goseriede statt. An den Start gingen die Redner mal wieder mit Vorträgen, die thematisch kaum abwechlsungsreicher sein könnten: Von Elektromobilität und Keramikkunst über die Verbindung von Backen und Singen sowie Fragen der Google-Optimierung bis zum „Geschichte spielen mit Playmobil“ war alles dabei.

Aber beginnen wir von vorne. Volker Römermann, der im Herbst zum President-Elect der German Speakers Association gewählte wurde, begrüßte schwungvoll das Publikum und holte zunächst mit den fünf Rednern die wichtigsten Protagonisten des Abends auf die Bühne. Den Start übernahm dann – amtlich in Arbeitskleidung – Harald Luther von der Landbäckerei Bosselmann, seines Zeichens Präsident des Deutschen Bäcker-Sängerbundes. Ihm war direkt anzumerken, dass er mit seinem Herzens-Thema auf der Bühne stand: der Verbindung von Backen und Singen. Als Mitglied des Männer-Chors der Bäcker Innung Hannover, der seit 1878 besteht und dieses Jahr seinen 140. Geburtstag feiert, ist für Luther das Singen als Bäcker sehr stark mit Traditionen verbunden. Immerhin handelt es sich um den bundesweit ältesten Männcherchor der Bäcker. So erhielt das Publikum einen spannenden Einblick in eine für viele gänzlich unbekannte Facette Hannovers. Römermann ließ es sich und dem Publikum im Anschluss nicht nehmen noch einige der Fragen zu klären, die sich während des Vortrags förmlich aufdrängten.



Danach folgte eine weitere PechaKucha in der Rubrik „Passion“. Diese kam von Editha Matthias-Weber, die im Atelier AusZeit in Bad Nenndorf alles rund um Keramik und Malerei anbietet. In ihrem Vortrag sprach sie über Mut zur Erneuerung, Kreativität und Gestaltung. Ein zentraler Punkt dabei war, wie es dazu kam, dass sie diese besondere Leidenschaft „Von der Passion zum Beruf…“ machte. Die Zuhörer waren direkt von ihrem sehr persönlichen Bericht in den Bann gezogen.



Nun wurde es Zeit für eine erste Einlage unseres Show-Acts, dem Singer-Songwriter René Noçon. Der Sänger mit der markant-tiefen Stimme, der sicher vielen noch als Halbfinalist bei „The Voice of Germany“ in guter Erinnerung ist, wählte eine sehr reduzierte Form des Auftritts. Allein mit seiner Akustikgitarre – quasi im Lagerfeuer-Sound – präsentierte er in seinem ersten Set insbesondere eigene Kompositionen, wie seine Single „So schön egal“. Dies hielt ihn aber keineswegs davon ab, die Gäste zum Mitsingen zu animieren.

Weiter ging es mit einem weiterhin sehr aktuellen Online Marketing-Thema: der Google-Optimierung der Online-Auftritte von lokalen Unternehmen. Unter dem Titel „Was will Google eigentlich? Was müssen lokale Dienstleister in Hannover machen, um Google zu befriedigen?“ gab Gabriel Gelman, Geschäftsführer der Online-Marketing-Agentur netzbekannt aus Berlin zahlreiche Tipps, die schnell und einfach umsetzbar sind. Insbesondere hob er die Möglichkeiten rund um den Google MyBusiness-Eintrag hervor. In der Rubrik „Q&A“ gab es bei diesem Thema natürlich mehr als genug Fragen, sodass sich Moderator Römermann den Freiraum nahm, die 5 Minuten Fragezeit doch etwas lockerer zu interpretieren.



Als Nächster ging Robert Mario Packeiser an den Start. Der Kunst- und Geschichtslehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule präsentiert aktuell im Historischen Museum am Hohen Ufer in einer Ausstellung großflächige Dioramen – quasi Miniaturwelten – unter dem Titel „Geschichte spielen mit Playmobil“. Dabei geht es um Themen wie „Mittelalter – Stadt und Burg“, „Stadt des 19. Jahrhunderts“ oder auch „Märchen und Mythen“. Mit der ersten Playmobil-Figur im Alter von vier Jahren fing bei ihm die Leidenschaft an. Mittlerweile hat Robert Packeiser eine der umfangreichsten Playmobil-Sammlungen Deutschlands und zeigte sich reichlich erfinderisch dabei, die Dioramen bis ins letzte Detail stimmig zu gestalten. Wegen des großen Interesses mit bisher mehr als 25.000 Besuchern wurde die Ausstellung gerade um zwei Monate bis zum 28. April verlängert. Wer die Ausstellung noch nicht besuchen konnte, sollte sich diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen. 



Nun folgte die Pause mit der Gelegenheit, die bisherigen Vorträge bei leckeren Speisen ein wenig Revue passieren zu lassen und dabei in lockerer Atmosphäre zu netzwerken. Das Team des Face Restaurant hatte mal wieder ein abwechslungsreiches und großzügiges Buffet in den beiden oberen Bereichen aufgebaut. 



Nach der Stärkung ging es mit einem alten Bekannten der Business Night weiter. Arne Friedrich war bereits bei einer der ersten Veranstaltungen im November 2011 der Einzug in die Hall of Fame gelungen. Mittlerweile arbeitet er bei StreetScooter an der Entwicklung von E-Mobilen. Das Unternehmen der Deutsche Post AG ist insbesondere davon – im wahrsten Sinne des Wortes – angetrieben, durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen die lokalen Emissionen wie Feinstaub, Stickoxide und Lärm zu reduzieren. Der Technik gegenüber gibt es derzeit noch allerhand Vorbehalte: zu teuer, zu schwer, unausgereift, fehlende Infrastruktur und zu kurze Reichweite sind die gängigen Vorurteile. Mit diesen räumte Friedrich offensiv auf und stellte sich im Anschluss äußerst fachkundig den zahlreichen Publikumsfragen.



Danach kam es nun direkt zur Stimmvergabe zur Wahl des besten Redners bzw. der besten Rednerin des Abends, der/die damit als neues Mitglied in die Hall of Fame der Business Night einziehen sollte. Die Entscheidung schien den Gästen bei den fünf erstklassigen Vorträgen diesmal besonders schwer zu fallen. Singer-Songwriter René Noçon enterte danach mit seiner Gitarre wieder die Bühne und setzte in seinem zweiten Set stärker auf Coverversionen und die stimmliche Unterstützung des Publikums. So war neben einem Sportfreunde Stiller-Song auch eine perfekt vorgetragene Version von Leonard Cohens „Hallelujah“ dabei. Darauf folgte die beliebte PechaKucha-Karaoke zum Thema „Wie hoch kann der Mensch bauen?“, die der zuvor spontan ausgeloste Zamir Rahimi von Hannobilien lässig vortrug.



Mit der Gewinner-Kür kam der Abend nun zu seinem Höhepunkt. Volker Römermann hielt die Spannung noch einmal hoch und verkündete dann das Ergebnis der Abstimmung: Als Gewinnerin des abwechslungsreichen PechaKucha-Abends wurde vom Publikum Editha Matthias-Weber vom Atelier AusZeit mit ihrem Vortrag „Von der Passion zum Beruf…“ gewählt. Nach einem Dank an die großartigen Redner, René Noçon und das Orga-Team wurde der offizielle Teil beendet und der Abend klang im Club noch entspannt aus. Wer im nächsten Jahr dabei sein möchte, sollte sich im Kalender schon mal den 11. Februar, 6. Mai, 9. September und 18. November vormerken.

Hier noch direkt der Gewinner-Vortrag von Editha Matthias-Weber „Von der Passion zum Beruf…“:



Weitere Vorträge des Abends finden Sie bereits auf unserem YouTube-Kanal.

Fotos: Sebastian Pavel
Autor
  • Kolja Schwab
    Kolja Schwab ist als Kommunikationsleiter Teil des Social Media-Teams der Römermann Rechtsanwälte AG. Neben der klassischen Kommunikationsarbeit kümmert er sich so darum, dass die Rechtsthemen, die uns hier gerade bewegen und die zahlreichen Aktivitäten in und um die Kanzlei ihren Weg ins Social Web finden.
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