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Michael Fuhlrott

Anmerkung zu BAG, Urteil vom 18.5.2017, 8 AZR 74/16 - AGG-Ausschlussfrist läuft bei Mobbing erst mit Abschluss der letzten Tathandlung

Erschienen in: GWR (Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht), 2017, 23, 459, Verlag: Verlag C.H.BECK oHG

In diesem Beitrag setzt sich der Verfasser mit der Entscheidung des BAG auseinander, das zum einen die Vereinbarkeit der Ausschlussfrist des § 15 Abs. 4 AGG mit Vorgaben des Unionrechts geprüft hatte und andererseits die Fragenach dem Beginn der Frist bei Fällen von Schadensersatz- und/oder Entschädigungsverlangen auf eine verbotene Benachteiligung nach dem AGG zu beantworten hatte.

 

2. In den Fällen, in denen das Schadensersatz- und/oder Entschädigungsverlangen auf eine verbotene Benachteiligung nach dem AGG in Form der Belästigung i. S. v. § AGG § 3 AGG § 3 Absatz III AGG gestützt wird, beginnt die Frist des § AGG § 15 AGG § 15 Absatz IV AGG wegen des typischerweise prozesshaften Charakters der Belästigung mit dem Abschluss des letzten von der klagenden Partei geschilderten Vorfalls zu laufen. (Leitsätze des Gerichts)

BAG, Urteil vom 18.5.2017 – 8 AZR 74/16 (LAG Köln), BeckRS 2017,