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Volker Römermann

Anmerkung zu EuGH, Urteil vom 10.12.2015 – Rs. C-594/14 Limited: Anwendung des § 64 GmbHG auf den Direktor einer Limited englischen oder walisischen Rechts

Erschienen in: GmbHR (GmbH-Rundschau), 2016, 01, 27-29, Verlag: Verlag Dr. Otto Schmidt KG

Im Rahmen der Kommentierung wird zunächst die Problematik skizziert. Dabei wird zunächst die Einführung der deutschen Unternehmergesellschaft als Gegenstück zur englischen Limited dargestellt und sodann auf das Problem der Abwicklung von Limited in Deutschland eingegangen. Dabei ist schon problematisch, ob das deutsche oder das englische Recht anwendbar ist und woraus sich eine Anwendbarkeit ergibt. In dem Sachverhalt wurde eine Geschäftsführerin einer Limited von einem deutschen Insolvenzverwalter in Anspruch genommen. In dem Fall war der BGH der Meinung, dass das deutsche Insolvenzrecht Anwendung findet. Der EuGH schloss sich dieser Meinung an und begründete dies umfassend. Auch ein Verstoß gegen die Niederlassungsfreiheit i.S.d. Art. 49, 54 AEUV wurde vom EuGH in dem Urteil verneint. Der Autor würdigt sodann die Ausführungen des Gerichts und stellt die Konsequenzen der Entscheidung dar.